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Toyota Hybrid FrühlingsoffensiveToyota ist gut aufgestellt für den Auto-Frühling: Zwei Volumenträger wurden mit dem RAV4 und dem Yaris neu aufgelegt und der Technologie-Träger Prius überarbeitet. Aufsehen erregend ist ein Parkassistent im Prius, der das Fahrzeug alleine in Lücken steuert, auch wenn der Fahrer vorher ein etwas umständliches Prozedere über sich ergehen lassen muss. Trotzdem passt das System gut zum Charakter des High-Tech-Hybriden.

Mehr über den Parkassistenten “Intelligent Park Assist” (IPA) in einem gesonderten Text, der in den kommenden Tagen folgt. Mit einer modifizierten Karosserie, deutlich aufgewertetem Interieur und einem dynamischer abgestimmten Fahrwerk steht er seit dem 4. März bei den deutschen Toyota Händlern. Die Preise beginnen bei 24 000 Euro, inklusive Navigation und Parkassistent kostet der Prius als “Sol” 27 650 Euro.



Äußere Erkennungszeichen des neuen Prius sind eine Chromzierleiste im Kühlergrill sowie neu gestaltete Scheinwerfer und Heckleuchten. Ein neuer Frontspoiler und Modifikationen am Unterboden sollen die Aerodynamik verbessern. Der Innenraum wurde am Armaturenträger und den Türverkleidungen mit einem dunkleren, haptisch angenehmeren Material aufgewertet. Die Farbe der Sitze und ihrer Nähte wurden ebenfalls neu gestaltet, und zum ersten Mal sind Lederbezüge für Sitze und Lenkrad lieferbar. Im Fond sorgt eine neu gestaltete Rückenlehne für eine angenehmere Sitzposition und mehr Kopffreiheit. Immerhin etwa 4000 Einheiten will Toyota in diesem Jahr verkaufen.



Weit wichtiger was die Verkäufe angeht ist der Yaris, der gewachsen ist, um sich vom kleinen Bruder Aygo stärker abzuheben. Gewachsen sind auch die Preise: Sie beginnen bei 10 950 Euro für das Basismodell, 12 350 Euro für den Luna, 13 750 für den Sol und enden bei 17 950 Euro für den Executive, alle vier Varianten mit einem großem Umfang an serienmäßiger Ausstattung.



Kernelemente der passiven Sicherheit ist die extrem steife Fahrgastzelle, kombiniert mit großen Prallelementen und die komplette Airbag-Ausstattung, die für den Fahrer sogar noch einen Knie-Airbag vorhält. Das Ziel der Deutsch-Japaner sind offensichtlich die Bestwertung fünf Sterne beim EuoNCAP-Crashtest. Bei der aktiven Sicherheit sind es vor allem die vier Scheibenbremsen in Kombination mit ESP, bei Toyota Vehicle Stabilty Control (VSC) genannt. Bei der Basisvariante fehlt allerdings das ESP, und hinten kommen Trommelbremsen zum Zug.



Toyota bietet den Yaris als Zweitürer und als Viertürer - beide Varianten mit großer Heckklappe - und zur Zeit drei Motoren an: dem Dreizylinder-Benziner 1.0 VVT-i mit 51 kW (70 PS), dem Vierzylinder-Benziner 1,3 VVT-i mit 64 kW (87 PS) und dem Diesel 1.4 D-4D mit 66 kW (90 PS). Der kleinere Benziner erreicht 100 lm/h nach 15,7 Sekunden, schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h und soll sich mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 5,4 Litern begnügen. Der größere Benziner soll im Verbrauch bei durchschnittlich von 6,0 Litern liegen, in 11,5 Sekunden die 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erreichen. Schnellster im Bunde ist der Diesel mit 175 km/h, 10,7 Sekunden und einem Verbrauch von 4,5 Litern.



Mit dem serienmäßig verbauten Fünf-Gang-Getriebe beschleunigen die drei Motorvarianten den Yaris ein bisschen schneller, dafür liegt der Verbrauch beim größeren Benzinern und beim Diesel um einige Zehntel niedriger, wenn man sich für das MulitMode-Getriebe entscheidet. Das schaltet elektromechanisch und mit deutlicher Unterbrechung des Vortriebs, ist aber dennoch ein sinnvolles, mit nur 700 Euro extra zu bezahlendes Komfortelement.



Trotz der Anordnung der wesentlichen Anzeigen in der Mitte des Armaturenbretts sind das Innenleben und das Leben im Innenraum auch für den Fahrer gar nicht gewöhnungsbedürftig; denn an das Gute gewöhnt man sich bekanntlich schnell. Gefällige runde Linien und für diese Klasse hochwertige Materialien in guter Verarbeitung prägen den ersten Eindruck. Eine Mittelkonsole präsentiert die Einstellräder und Anzeigen auf Kunststoff-Silber und setzt damit einen zusätzlichen und kräftigen Akzent.



Rasch wird deutlich, dass der neue Yaris den alten bei jedem Maß übertrifft, was auch den Hinterbänklern mehr Platz verschafft. Scheinbar geht das auch auf Kosten des Kofferraums, der nur 272 Liter fasst, sich aber vielfach variieren lässt. Unter dem Kofferraumboden findet man einen “Keller”, die Rücksichtbank läst sich verschieben und im Verhältnis 40 zu 60 umklappen. Beim Umklappen der kompletten Rücklehne entsteht eine ebene Fläche für insgesamt 1183 Liter Ladevolumen. Ein sehr erwachsener Kleinwagen also.



Mit dem RAV4 hat Toyota einst das SUV-Fieber ausgelöst. Der neue folgt ebenfalls der Maxime größer, stärker, besser und teurer. Er hat nochmals zugelegt: In der Länge um 130 mm auf 4,40 m, in der Breite um 70 mm, in der Höhe um 5 mm und beim Radstand um 70 mm. Das kommt den Passagieren und dem Laderaum zugute, der gleich um ein Viertel zunahm und dank seiner voll versenkbaren Rücksitze jetzt bis zu 1752 Liter Fassungsvermögen variiert werden kann. Die dritte Generation ist seit März in Deutschland am Start, für 25 700 Euro, was laut Toyota ausstattungs- und technologiebereinigt nur 600 Euro mehr sein soll, als der RAV4 einfachster Ausstattung der zweiten Generation.



Den jüngsten Toyota RAV4 gibt es nur noch als Fünftürer, und seine Motorisierung beginnt mit dem 4-Zylinder-Benziner heute da, wo sein Vorgänger aufhörte, mit zwei Litern Hubraum, variabler Ventiltechnik (VVT-i) und 112 kW (152 PS) und einem maximalen Drehmoment von immerhin 194 Netwonmeter (Nm), was für eine Beschleunigung von 10,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 8,6 Litern auf 100 Kilometer reichen soll.



Spitzenmotorisierung ist der 2.2 D-Cat, ein Dieselmotor mit 400 Nm Drehmoment, 130 kW (177 PS), einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern, einer Beschleunigung von 9,3 Sekunden auf 100 km/h und einer Spitze von 200 km/h. Sein D-Kat hält nicht nur den Feinstaub zurück, sondern reduziert auch den Stickoxidgehalt des Abgases so weit, dass Toyota ihn unwidersprochen einen der saubersten Diesel im Markt nennen darf. Wir kennen den Saubermann bereits aus dem Avensis und dem Corolla Verso.



Der Feinstaub-Filter fehlt leider derzeit noch dem schwächeren 2,2-Liter- D-4D-Motor mit 100 kW (136 PS). Der soll nachgereicht werden, allerdings nicht als Nachrüstsatz, sondern nur in der Serienausstattung. Mit diesem Motor erreicht der RAV4 180 km/h und die 100 km/h in 10,5 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch soll bei 6,6 Litern liegen.

Für den muss man dann aber auch schon tiefer in die Tasche greifen. In der nahezu komplett ausgestatteten Version RAV4 Executive sind 33 800 Euro fällig. Wenn man die besondere Metallic-Lackierung, das elektrische Schiebe-und Ausstelldach sowie die DVD-Navigation einschließlich Rückfahrkamera auch noch nach Hause fahren will, sind es knapp über 38 000 Euro. Dann allerdings bleibt kein Wunsch mehr offen, außer dem nach einem Automatikgetriebe an Stelle der neu entwickelten Sechs-Gang-Schaltung. Und auch fürs Grobe ist der Japaner dank aufwändiger Elektronik durchaus geeignet. (ar)

## 21. April 2006 - 1042 | 5233 |

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